Fortbildung Palliative Atembehandlung

Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. (Johannes – Kapitel 3 /8 )

Fortbildung für Atemtherapeuten und
alle Begleiter in der Hospiz- und Palliativarbeit
12.- 14. Oktober 2018 in München

München, Werdenfesstr. 16, 1. St

In Hospizen, Krankenhäusern und im ambulanten palliativen Bereich öffnet sich ein weiter werdendes Betätigungsfeld für Atemtherapeuten. Atembehandlungen in der letzten Lebenszeit, am Lebensende und bei unheilbarer fortschreitender Erkrankung können „Wunder“ wirken: Schmerzen, Atemnot und Ängste können durch eine begleitende Behandlung gelindert werden, depressive Verstimmungen hellen sich auf, Verzweiflung und Ablehnung wandeln sich, Unruhezustände entspannen sich. Menschen, die kaum noch Lebensqualität für sich empfinden konnten, können wieder lächeln und schöpfen neues Vertrauen.

Was ist das Besondere der palliativen Atembehandlung'

© Ludwig-Maximilians-Universität

Diesen Fragen gehen wir auf vielschichtige Weise nach.
Wir werden die Möglichkeiten der palliativen Atembehandlung gemeinsam ausloten und anwenden lernen, ihre Wirkung erfahren und die eigene Stärke und Begabung darin entdecken.
Anhand von Beispielen, Übungen, Rollenspielen und gegenseitigem Behandeln erleben wir, wie unsere atemtherapeutische Grunderfahrung im palliativen Kontext vertieft und in der Praxis angewendet werden kann.
Behandlungsdemonstrationen, Fallbeispiele und eigene Erfahrung sollen ermutigen sich in den palliativen Bereich hinein zu wagen.
Das Seminar ist auch geeignet zur Supervision.

Das Angebot

Die Palliative Atemtherapie begleitet Menschen im Umfeld von unheilbarer Erkrankung und angesichts des Sterbens. Palliativ (lat: palliare: mit einem Mantel bedecken, ummanteln) meint einen schützenden Mantel um den Menschen zu legen, der im übertragenen Sinne Geborgenheit und Wärme schenkt und gegen die Angst hilft. Denn das ist es, was sich die meisten Menschen für ihr Lebensende wünschen: Linderung von Leiden und Geborgenheit, die ein würdiges Sterben ermöglicht.

Palliative Atemtherapie arbeitet nicht nur individuell mit dem Klienten, sondern bezieht immer das Umfeld mit ein. Die Angehörigen z. B., eventuell das Pflegepersonal oder auch die Mediziner etc. Dem Atem wird seit Urzeiten eine Verbindung zu metaphysischen Aspekten unseres Daseins zugesprochen (lat: spiritus: bedeutet sowohl Atem, Leben wie auch Geist/Seele.) Wir sind auf dieser Welt vom ersten bis zum letzten Atemzug. So arbeitet die palliative Atemtherapie auch mit den am Lebensende auftauchenden oft sehr dringlichen Fragen der Spiritualität und Religiosität. Was geschieht mit mir, wenn ich nicht mehr atme' Habe ich mein Leben gut gelebt' Warum gerade ich'

Zum Einlesen

Bausewein, Claudia: Sterben ohne Angst. Kösel Verlag München 2015

Borasio, Gian Domenico: Über das Sterben. C. H. Beck München 2011, 4. Aufl. 2012

Atemwege. Arbeitsgebiete der Atemtherapie, Hrsg. Stefan Bischof 2008. Artikel: Palliative Atemtherapie S. 186

und Texte und Links auf dieser Webseite und unter:
www.klinik-für-palliativmedizin